Wissenschaftsministerin Wanka und Stiftung NiedersachsenMetall unterstützen Radioastronomie-Projekt
Nach den Sternen greifen möchte die AG Jugend forscht. So befindet sich eine Jufo-Arbeitsgruppe Radioastronomie im Aufbau, die dabei ist, hochkarätige technische Einrichtungen zu erwerben bzw. zu konstruieren.
Im Rahmen von Projektpräsentationen der 15 Teilnehmer der Jugend forscht
AG , musikalisch eingerahmt durch die Bläser-Klasse, fand am 8. Juni die feierliche Übergabe dieser Förderung
statt.
Dass dieses Projekt weiterentwickelt werden kann, verdankt sie der gemeinsamen Initiative der Niedersächsischen Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Prof. Dr. Wanka, und des Hauptgeschäftsführers des Arbeitgeberverbandes NiedersachsenMetall, Dr. Volker Schmidt, dieses Projekt mit 5000 Euro zu fördern. Julia Bienert hat bereits unter der Leitung von Thomas Biedermann auf diesem Gebiet sehr erfolgreich gearbeitet (Landesentscheid Jugend forscht mit
Sonderpreis).
Nach einer Begrüßung der Gäste, zu denen u.a. auch Herr Reinhard Toboll, Leiter des Schulamtes im Landkreis Celle, und Frau Kirsten Lühmann, Mitglied des Bundestages, gehörten, durch die Schulleiterin Frau Mette Schmid-Hennies ergriff Frau Prof. Dr. Johanna Wanka das Wort. Sie äußerte ihre Freude, vor so viel interessierten Schülerinnen und Schülern (die Aula war randvoll) sprechen zu können. Fazit ihrer Rede war, dass besonders in akademischen Bereichen und insbesondere im MINT-Bereich gute Berufschancen bestehen und dass bei der Berufswahl nicht Ansehen oder Einkommen, sondern das persönliche Interesse ausschlaggebend sein sollte. Herr Dr. Volker Schmidt würdigte das jahrzehntelange Engagement des Christian-Gymnasiums für naturwissenschaftliche Bildung, insbesondere die Arbeit der Jugend forscht-AG und ihrer Leiter Thomas Biedermann und Michael Zilk. Besonders erfreut zeigte er sich über die mehrjährige Teilnahme dieser Schule an der IdeenExpo, auf der Schüler ihr Interesse für Naturwissenschaften einem sehr großen Publikum vermitteln können.
Herr Olaf Brandes, Geschäftsführer Stiftung NiedersachsenMetall, stellte anschließend das Projekt Radioastronomie vor, indem er auf der Bühne zwei AG-Teilnehmer (Julia Bienert, Schwerpunkt Radioastronomie, und Lukas Jürgens, Schwerpunkt Computer-und Microcontrollertechnik) und deren Leiter interviewte. Geplant ist, mit Hilfe der 5.000 Euro eine Spezialantenne und einen entsprechenden Signalanalysator anzuschaffen. So können die 15 Schülerinnen und Schüler ihr eigenes Radioteleskop bauen, mit dem sie in der Lage sein werden, Radiostrahlen des Sonnensystems zu untersuchen. Fachliche Unterstützung erhalten sie dabei von Prof. Dr. Ernst Fürst und Dr. Reinhard Keller vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn.